Budapest/Wadern. – Mit einem wahren Paukenschlag hat der Constantin Banowitz, Fechter des Fechterringes Hochwald Wadern beim EFC Budapest Cup U17 in Ungarn auf sich aufmerksam gemacht. Unter 450 Startern aus aller Welt kämpfte sich der 16-Jährige sensationell bis ins Viertelfinale vor und sicherte sich am Ende Platz 8 – ein herausragendes Ergebnis in diesem hochkarätig besetzten Turnier.
Über den Deutschen Fechterbund wurde Banowitz für das internationale Großevent nominiert, bei dem in 65 Vorrunden mit jeweils sechs Fechtern um die Setzlistenplätze gefochten wurde. Der Start verlief dabei zunächst holprig: Mit zwei Siegen und drei Niederlagen lag der Homburger nach der Vorrunde nur auf Rang 269. Doch dann begann eine beeindruckende Aufholjagd.
In der Direktausscheidung zeigte Banowitz Nervenstärke und Siegeswillen: Zunächst besiegte er den Amerikaner Kugler knapp mit 15:14, danach den Italiener Leone (15:9) und den Engländer Beckley (15:8). Im Tableau der besten 64 setzte er sich gegen den US-Fechter Edison (15:12) durch, bevor er mit einem klaren 15:9-Sieg über den Ungarn Kuzmjekov in die Runde der letzten 16 einzog.
Dort gelang Banowitz ein weiterer Coup: Mit 15:6 bezwang er den Italiener Giovata und stand damit sensationell im Viertelfinale. Erst dort musste er sich dem Griechen Minos geschlagen geben – nach einem kräftezehrenden Turnier, in dem er insgesamt sieben Duelle für sich entscheiden konnte.
Mit Rang 8 in einem Weltklassefeld unterstreicht Constantin Banowitz seine Ausnahmestellung im deutschen Nachwuchsfechten. In der nationalen U17-Rangliste liegt er nun auf Platz zwei – und hat damit beste Chancen auf die Qualifikation zur Europameisterschaft 2026 in Georgien.
Seit Anfang des Jahres gehört Constantin Banowitz dem Nachwuchskader 2 des Deutschen Fechterbundes an. Trainiert wird Constantin von Landestrainer Peter Molter, der in 3- 5 Trainingseinheiten pro Woche am OSP in Saarbrücken und Wadern an der Technik und Taktik seines talentierten Fechters pfeilt.
Zeit zum Durchatmen bleibt kaum: Bereits in zwei Wochen wartet beim Weltcup im französischen Grenoble die nächste internationale Bewährungsprobe auf das vielversprechende Fechttalent.
Kompletter Medaillensatz für die Athleten des Fechterringes Hochwald Wadern
Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im klassischen Fünfkampf, die im niedersächsischen Munster ausgetragen wurden, überzeugten die Athleten des Fechterringes Hochwald Wadern mit starken Leistungen und einem kompletten Medaillensatz.
Allen voran sicherte sich Tom Obermayr aus Niederlöstern den Deutschen Meistertitel bei den Senioren. Mit konstanter Leistung in allen fünf Disziplinen – 10-Meter-Luftgewehrschießen, Kugelstoßen, Laufen (Sprint oder Mittelstrecke), Schwimmen und Degenfechten – dominierte er den Wettbewerb und bewies seine Vielseitigkeit. Besonders seine Ausgeglichenheit über alle Disziplinen hinweg war der Schlüssel zum Erfolg.
Auch seine Schwester Clara Obermayr wusste zu glänzen: In der Altersklasse U17 sicherte sie sich die Bronzemedaille, nachdem sie im Schießen mit starken 90 Ringen die Tagesbestleistung erzielte.
Bei seiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft konnte Stefan Fuchs in der Kategorie Herren 40 direkt überzeugen und sich über den zweiten Platz und die Silbermedaille freuen.
Abgerundet wurde das starke Gesamtergebnis durch Jannis Fuchs, der in der U13 einen soliden sechsten Platz belegte und wertvolle Wettkampferfahrung sammelte.
Mit einem kompletten Medaillensatz – Gold, Silber und Bronze – und durchweg starken Platzierungen präsentierte sich der Fechterring Hochwald Wadern als eine der erfolgreichsten Mannschaften des Wochenendes.
Der Fechterring Hochwald Wadern in Vorfreude auf sein legendäres Freiluftturnier : In 50 Tagen finden die IKK Open Air Challenge 2025 statt. Freiluftfechten für alle Altersklassen unter dem Arkadengang des Weiskircher Kurparks.
Bei den Saarlandmeisterschaften der U11 in Rohrbach konnte die Mannschaft des Fechterringes Hochwald in der Besetzung Leni Fuchs, Tobias Hoffmann und Jorenz Hammer einen hervorragenden 2. Platz erfechten. Bei den parallel stattfindenden Saarlandmeisterschaften der U15 konnte Julius Baller im Einzel die Bronzemedaille erfechten, in der Mannschaft belegte Julius Baller mit Jannis Fuchs den Bronzeplatz in der U15.
Der Sport wirkt völkerverbindend, überwindet politische Grenzen und hilft Vorurteile abzubauen. Diese positiven Eigenschaften des Sports nutzte das 1. Inklusive Fechtturnier in Wadern, um grenzüberschreitend in diesem Sinne zu wirken. Die beiden Projektpartner Fechterring Hochwald Wadern und der Fechtverein Escrime Sud aus Luxemburg hatten gemeinsam im Rahmen eines Kleinprojektes der EU dieses inklusive Fechtturnier geplant, in dessen Projektdauer zwei grenzüberschreitende inklusive Fechtturniere für Aktive und Jugendliche und Menschen mit Behinderung aus dem Saarland, Luxemburg, Grand Est und der belgischen Wallonie durchgeführt werden.
Beim ersten Turnier in Wadern nahmen insgesamt 24 Fechterinnen und Fechter aus den vier Regionen an dem Inklusionsturnier in der Sporthalle des Gymnasiums Wadern teil, in der 6 gemischte Mannschaften aus den Regionen den Turniersieger ausfochten.
Bei diesem Turnier konnten sich Fußfechter in den Rollstuhl setzen, um so im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe mit behinderten Sportlern zu kämpfen. Die Neuauflage des 2. Inklusiven Fechtturniers findet Anfang 25 im luxemburgischen Esch sur Alzette statt.
Der 1. Vorsitzende des Fechterringes Hochwald Wadern e.V. zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung:“ Mit diesem erfolgreichen inklusiven Fechtturnier wurde das Rollstuhlfechten über die Grenzen hinaus beworben und die Umsetzung des 1. Turniers hat gezeigt, dass das Fechten den inklusiven Sport in den Regionen bereichern kann.“
Auszeichnung vom Kreis Merzig Wadern für Inge Molter als Stiller Star im Ehrenamt für eine 40 jährige ehrenamtliche Tätigkeit beim Fechterring Hochwald Wadern. Herzlichen Glückwunsch ☀️☀️☀️🤺🤺🤺
Die Weiskircher Open-Air-Challenge ist das einzige Freiluft-Fechtturnier Deutschlands. Manch einer verliebt sich in die Region.
Während sich einige Teilnehmer der 1. IKK Open Air Challenge hinter den Arkaden des Kurpark-Weihers in Weiskirchen noch auf ihre Gefechte vorbereiteten, kämpften andere bereits um Siege und Punkte. FOTO: DIETER ACKERMANN
VON DIETER ACKERMANN
WEISKIRCHEN | Einmal im Jahr werden traditionell unter den Arkaden des Weiskircher Kurpark-Weihers die Planchen ausgebreitet. Seit 1997 lädt der Fechterring Hochwald Wadern dort alljährlich die Degenfechter zum internationalen Freiluft-Turnier ein. Am vergangenen Wochenende kamen rund 140 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden sowie aus Belgien zur sogenannten IKK Open-Air-Challenge. Es ist das einzige Freiluft-Fecht-Turnier in Deutschland.
Landestrainer Peter Molter, der hauptberuflich als Lehrer arbeitet und zudem auch Vorsitzender des Fechterringes ist, sieht seine Sportart auf gutem Weg: „Auch die Corona-Krise konnte uns nicht nachhaltig schaden“, sagt er und er fügte gleich noch hinzu: „Trotzdem konnten wir den Fechtsport hier im Hochwald gerade mit vielen jungen Fechtern immer kontinuierlich ausbauen.“
Die Altersspanne beim Turnier reichte von Siebenjährigen bis hin zu Dieter Allkämper, der mit stolzen 82 Jahren als ältester Teilnehmer angemeldet war. Nach Auskunft von Molter komme der Senior Jahr für Jahr wegen des Turniers von Dortmund nach Weiskirchen, „wo er sich inzwischen eine Ferienwohnung zugelegt hat.“
Aus ’s-Hertogenbosch war Isabel Erkemeij mit ihrem 16-jährigen Sohn Melvin angereist. „Die Niederländer kommen mit einer großen Teilnehmergruppe Jahr für Jahr nach Weiskirchen.“ Lachend hielt die Niederländerin dem entgegen: „Leider finden 2024 genau an diesem Wochenende unsere nationalen Meisterschaften statt, deshalb sind wir hier heute mit viel weniger Familien vertreten.“
Aber genau dieser familiäre Zusammenhalt weit über die Landesgrenzen hinaus mache für ihn den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus, sagt Molter schmunzelnd: „Natürlich kämpfen hier alle männlichen und weiblichen Teilnehmer um den sportlichen Erfolg. Aber alle wissen auch, dass nicht alle gewinnen können. So leben wir hier in unserer großen Fechtgemeinschaft getreu der olympischen Erkenntnis, wonach das Dabeisein alles ist.“
Zu dieser „Fecht-Familie“ gehört auch der elfjährige Fiedotov Artem. Als russische Panzer die Ukraine überfielen, flüchtete er mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt Charkiw nach Deutschland. „Diesem aufgeweckten Jungen aus der Ukraine hat sein Fechtsport bei der Integration hierzulande großartig helfen können“, erzählt Molter. Mit seinen von ausgewiesenen Fechtexperten in Charkiw erworbenen sportlichen Fähigkeiten habe sich Fiedotov in kürzester Zeit erfolgreich den Fechtern in Speyer, wo die Familie mittlerweile wohnt, anschließen können. Molter: „Die dürften sich wirklich gefreut haben, einen so begabten Jungen in ihrem Verein begrüßen zu dürfen.“
Für die Familie war es, wie die Mutter uns versicherte, keine Frage, dass sie sich am Tag des Weiskircher Fechtturniers schon um 5 Uhr in aller Frühe in den Zug setzen würde. Das klappte allerdings nicht so ganz: um wenige Minuten verpassten sie dann doch noch den Turnierstart. Deshalb startete der Elfjährige einfach in einer höheren Altersklasse.
FECHTEN
Die Sieger des Weiskircher Open-Air-Challenge:
Damen: 1. Katharina Grün (SSG Bensheim); 2. Anna Zens (CE Sud/Luxemburg); 3. Anna Petit (Fechterring Hochwald); 4. Julia Shaw (TV Homburg).
U 9 mixed: 1. Helene Kleinschmidt (Bayer Leverkusen); 2. Ivan Semianysti (CE Sud/Luxemburg); 3. Theo Weber (Fechterring Hochwald); 4. Paul Donkel (PST Trier).
Damen AK 40: 1. Kathrin Nicolay, (Fechterring Hochwald).
Damen AK 60: 1. Marie-Pierre Volk-Augé (Rastatter TV).
Herren AK 40: 1. Gregor Euskirchen (VT Zweibrücken); 2. Felix Spanier (USC Bochum); 3. Rouven Willkomm-Krell (PST Trier).
Herren AK 50: 1. Kai Hassinger (TuS Neunkirchen); 2. Siegfried Franz (Rastatter TV).
Herren AK 70: 1. Rolf Kittler (Fechterring Hochwald); 2. Dieter Allkämper (TSC Dortmund).Herren AK 60: 1. Thomas Gerald Foth (PST Trier); 2. Rainer Volk (Rastatter TV), 3. Thomas Freis (PST Trier); 4. Dieter
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