Erschienen:27.06.2007 / SZR / MZG_LOK
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Weiskirchen. Einmal im Jahr kommt die deutsche und angrenzende Fechter-Elite nach Weiskirchen. Das außergewöhnliche Fechtturnier über zwei Tage unter den Kolonnaden am Kurparkweiher hatte auch in diesem Jahr wieder 105 Fechterinnen und Fechter aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg in den Hochwald gelockt. In einer kleinen Feier unter der Schirmherrschaft von MdL Helma Kuhn-Theis beging der veranstaltende Fechterring Hochwald-Wadern das kleine Jubiläum nach zehn Jahren Freiluft-Fechten in Weiskirchen.
Raimund Hübinger, Präsident des Fechterbundes Saar, sprach von einem in Deutschland einmaligen Event. Fredi Dewald und Werner Hero, die Bürgermeister in Wadern und Weiskirchen, würdigten die zahlreichen Erfolge der Hochwald-Fechter unter der Ägide von Landestrainer Peter Molter, Kopf und Motor des Fechterrings. „Ohne das üble Wetter am Samstag wären es noch einige Fechter mehr gewesen“, sagte Molter, „aber: wir schaffen das Turnier auch bei Regen. Das hat sich jetzt herausgestellt.“ Die Helfer vom Fechterring arbeiten mittlerweile professionell. Die „Mütter“ des begeisterten Teams sind Inge Molter und Gertrud Ruppert. Ortsvorsteher Erwin Konz freut sich und sieht den großen Anklang des Turniers als Anerkennung.
Kaum jemand beachtete am Samstag das Wetter, höchstens heimlich aus den Augenwinkeln. Dort, wo der Wind den Regen hineinblasen konnte, waren die Seiten mit Planen verhangen. Die Uferpromenade erinnerte an einen orientalischen Basar. In den Fechtpausen kriechen die Akteure in ihre Parka, Pullover haben sie alle an. Hier und da wird dann doch die Frage nach einer Halle als Ausweichquartier laut. Am Sonntag ist das Geschichte.
Das Weiskircher Freiluftturnier ist keines der üblichen Wertungs- oder Ranglistenturniere. „Zum Ausklang der Saison kommen viele Fechter hierher, um noch einmal ohne Druck einen richtig schönen Wettkampf zu bestreiten“, sagt Molter. „Die Fechter haben richtig Lust.“ Zur Sache geht es dennoch. Wie beim rein saarländischen Finale zwischen Saarlandmeister Manuel Ruppert vom Fechterring Hochwald-Wadern und Jens Dörrenbächer aus Homburg. Dörrenbächer entschied die Partie mit 15:14 für sich. „Eine tolle Leistung“ bescheinigt Molter auch dem Mittvierziger Peter Geiger aus Wadrill mit seinem dritten Platz in einem starken Senioren-Feld. Der Fechterring Hochwald war übrigens mit 25 Akteuren auf der Planche.